Auszeichnung 2019

Bei der Veranstaltung "Ausgezeichnet! Lernen für die Zukunft" wurden die fünfzehn im Rahmen des Weltaktionsprogramms ausgezeichneten Projekte gesammelt der Öffentlichkeit präsentiert. Die Auszeichnung "Bildung für nachhaltige Entwicklung – BEST OF AUSTRIA" wurde im feierlichen Ambiente des Bundesministerium für Nachhaltigkeit und Tourismus in Wien verliehen.

© Leonhard Sensi
Zwei junge Männer mit Poster © Leonhard Sensi

Österreichische Jugendklimakonferenz – LCOY Austria 2019

Die österreichische Jugendklimakonferenz (Local Conference of Youth Austria) wurde von der Organisation CliMates Austria organisiert und ist eine Plattform für Bildung, Empowerment, kritische Diskussion, Vernetzung und Stimme in der Politik zur Klimakrise für junge Menschen zwischen 15 und 30 Jahren in Österreich.  Die Konferenz bietet  verschiedenes Programm um sich mit Klimakrise und nachhaltiger Entwicklung auseinanderzusetzen. Die Ziele dieser Konferenz sind Bildung und Vermittlung von Handlungswerkzeugen sowie ein Output mit Ideen und Forderungen an die österreichische Politik.

LCOY auf der Bildungslandkarte

© Robert Nehfort
Gruppe sitzt mit Naturmaterialien am Boden © Robert Nehfort

Lernraum Natur

Dieses Fortbildungsangebot zum Lernen in Naturräumen ist ein Kooperationsprojekt der ARGE Naturparke Burgenland, der Hochschule für Agrar- und Umweltpädagogik, der Naturparke Steiermark, der Pädagogischen Hochschule Burgenland sowie des Verbands der Naturparke Österreichs. Der Hochschullehrgang „Lernraum Natur“ qualifiziert AbsolventInnen Kulturlandschaften und Naturräume als  kindgerechte und bildungswirksame Lernräume zu nutzen. Inhaltlich bezieht sich der Lehrgang auf die Anwendungsfelder Naturpädagogik, Umweltbildung und Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE).

Lernraum Natur auf der Bildungslandkarte

© Land Oberösterreich/Hager-Weißenböck
Foto der Installation mit Maulwurf darauf © Land Oberösterreich/Hager-Weißenböck

Boden erleben – Eintauchen in die Bodenwelt mit interaktivem Bodenprofil

Das Referat Umweltbildung des Amts der Oö. Landesregierung gestaltete gemeinsam mit Ars Electronica Solutions eine Erlebnisinstallation, welche das interaktive Erkunden unbekannter Bodenwelten ermöglicht. Geheimnissen rund um unseren Boden kann man mit der Erlebnisinstallation interaktiv auf den Grund gehen, wobei die Inhalte von den Nutzern selbst erforscht und entdeckt werden sollen. Ziel dieses Projekts ist das Erlebbar machen von Umweltinformationen sowie die Integration Bildung für nachhaltige Entwicklung im öffentlichen Raum. 

Boden erleben auf der Bildungslandkarte

© gutessen consulting/Daniela Nickmann
Kinder mit Wasserflasche © gutessen consulting/Daniela Nickmann

Wasser trinken in Schulen

Dieses Projekt wurde von „Kaiblinger & Zehetgruber OG – gutessen consulting“ ins Leben gerufen und verfolgt das Ziel, den Konsum von Leitungswasser (wieder) zur Normalität werden zu lassen, um die Gesundheit zu fördern und Plastikflaschenmüll zu vermindern. In Wasserschulen werden Trinkrituale durchgeführt, um ausreichend zu trinken und im Schulalltag ausschließlich Leitungswasser getrunken. Beim Projekt können nur ganze Schulen teilnehmen, wodurch im Vorfeld eine Einigung des gesamten Lehrkörpers zur Teilnahme nötig ist. Die Umsetzung wird täglich in der Lern- und Lehrumgebung gelebt. 

Wasser trinken in Schulen auf der Bildungslandkarte

© Volksschule Gföhl
Gruppenfoto im Wald © Volksschule Gföhl

Waldpflanzungsprojekt

Beim Walpflanzungsprojekt der Volksschule Gföhl konnten sich Schülerinnen und Schüler aktiv an der Aufforstung eines Waldes beteiligen. In Gemeinschaftsarbeit tauchten die SchülerInnen „live“ in den Lebensraum Wald ein und lernten forstwirtschafte Zusammenhänge kennen. Durch die Pflanzaktion und die aktive Beteiligung bei der Gestaltung des Schulwaldes sollte den Kindern der Prozess „Entstehung eines Waldes“ vor Augen geführt werden und ein Bezug zur Natur hergestellt werden. Auch in Zukunft steht das Schauwaldprojekt für andere Bildungseinrichtungen zur Verfügung. Somit können viele Kinder Zusammenhänge in unmittelbarer Umgebung zur Bildungseinrichtung kennenlernen und erleben. 

Waldpflanzungsprojekt auf der Bildungslandkarte

© BG/BRG Bad Ischl
gestaltetes Plakat © BG/BRG Bad Ischl

#MüllToo

Die BG/BRG Bad Ischl führte das Schulprojekt #MüllToo durch, um zum Umdenken und nachhaltigen Handeln im Sinne der Abfallvermeidung anzuregen. Achtsamkeit, Verantwortung, Respekt waren grundlegende Begleiter in diesem Projekt, um die Änderung der Werte und Gewohnheiten, und darauffolgend eine Verhaltensänderung, zu erreichen. Durch dislozierten Unterricht, Exkursionen, die Teilnahme an Kongressen, Workshops, Theaterstücke zur Sensibilisierung sowie Demonstrationen für „Fridays for Future“ wurden die Ideen der jungen Menschen eingebaut, ein Verantwortungsgefühl geweckt, ein ethisch-moralisches Umdenken sowie Identifikationsprozesse unterstützt und der Schulstandort transformiert. 

#MüllToo auf der Bildungslandkarte

© Projektteam design 2030
Menschen im Workshop © Projektteam design 2030

Design.2030 – Global Goals Design Jam

Die Universität Innsbruck und die Pädagogische Hochschule Tirol entwickelten unter dem Titel „design.2030“ train-the-Trainer-Angebote für Schulen im Sinne der Denk- und Arbeitsweisen des Design Thinkings die auf das Stärken von Schlüsselkompetenzen für eine nachhaltige Entwicklung abzielen. SchülerInnen, Studierende und LehrerInnen sollen sich als selbstwirksame und innovationsfähige Akteure des Wandels zu erfahren. Sowohl Lehrpersonen als auch Studierende erfahren Potentiale emanzipatorischer und handlungsorientierter Bildung für nachhaltige Entwicklung und werden befähigt, solche Lernanlässe selbst zu organisieren und durchzuführen, wodurch sie neu erfahrene Denk- und Arbeitsweisen in ihr berufliches Umfeld hineintragen. 

Design.2030 auf der Bildungslandkarte

© GLOBAL 2000/Christopher Glanzl
Menschen im Glashaus © GLOBAL 2000/Christopher Glanzl

Zam.wachsen – Integration durch Umweltbildung

Beim Projekt „Zam.wachsen“ der Umweltschutzorganisation GLOBAL 2000 wurden spezielle Umwelt-Workshops für Deutschkurse entwickelt, um Umweltthemen für MigrantInnen sprachlich verständlicher zu machen. Die theaterpädagogische Sprachförderung schafft Sprechanlässe und gleichzeitig lernen sie die Grundlagen zu wichtigen Umweltthemen. Ein Ziel des Projekts ist die praktische Vernetzung ökologischer und sozialer Nachhaltigkeitsaspekte in der Erwachsenenbildung. Ebenfalls werden MultiplikatorInnen dazu befähigt, die verschiedenen Methoden anzuwenden und ihre pädagogischen Kompetenzen an der Schnittstelle Fremdsprachenunterricht/Umweltbildung weiterzuentwickeln.  

Zam.wachsen auf der Bildungslandkarte

© Forum Tomorrow
Menschen beim Workshop © Forum Tomorrow

SDG Werkstatt

Die Organisation „Forum Tomorrow“ kombiniert bei dem Projekt „SDG Werkstatt“ Präsenz-Workshops mit der Möglichkeit an einem Online Programm teilzunehmen, wobei Austausch und Vernetzung einen wesentlichen Stellenwert einnehmen, um voneinander zu lernen. Die Teilnehmenden lernen die UN-Nachhaltigkeitsziele im Detail kennen, verstehen die globalen Zusammenhänge und reflektieren die unternehmerische Situation im Zusammenhang mit dem jeweiligen SDG. Die TeilnehmerInnen formulieren wirkungsorientierte Unternehmensziele, wodurch sie als MultiplikatorInnen die Umsetzung der SDGs unter Organisationen verbreiten. 

SDG Werkstatt auf der Bildungslandkarte

© ViA Forum für nachhaltige Visionen in Aktion
Flyer © ViA Forum für nachhaltige Visionen in Aktion

Sustainability Adventure - #SDGReporters4Change

Das „ViA: Forum für nachhaltige Visionen in Aktion“ entwickelte ein multimediales und teilhabeorientiertes Storytelling Programm, welches ausgewählte Schulklassen zu Co-Reportern von den SDG Reportern des Forums ViA macht. Die SDG Reporter sind weltweit ehrenamtlich im Einsatz und teilen per Social Media SDG Stories live mit ihren Partnerschulklassen zu Hause. Die Schulklassen ergänzen die Berichterstattungen mit Recherchen und stellen den Bezug zur lokalen Lebensumwelt her. Durch die virtuelle Einbindung in die nachhaltige Gestaltung der Reise erhalten die teilnehmenden Schulklassen spannende Einblicke auf Nachhaltigkeit und können schon in frühem Alter und unabhängig vom familiären (finanziellen) Hintergrund kultursensible und ökologische Reisemodelle "ausprobieren“. Das gemeinsame Recherchieren von globalen SDG-Lösungsansätzen macht Mut für Veränderung!

Sustainability Adventure auf der Bildungslandkarte

© W*ORT
Kinder beim Werken © W*ORT

WILMA – Wir lernen durch machen

WILMA steht für „WIr Lernen durch MAchen“ und ist eine Erfinderwerkstatt der Organisation W*ORT, in der Kindern der Raum und die Möglichkeiten zur Verfügung gestellt werden, ihren Ideen freien Lauf zu lassen und sie im Sinne des Design-Thinking-Ansatzes umzusetzen. Die Kinder erforschen Probleme rund um die Nachhaltigkeitsziele der UN, entwickeln konkrete Ideen und setzen diese gemeinsam in die Tat um, in dem sie ausprobieren, was funktioniert und was nicht. Scheitern ist erlaubt und wird als Verbesserungsmöglichkeit gesehen. Verschiedene Kernkompetenzen, wie beispielsweise Kreativität, kritisches Denken, Kooperation und Wissenstransfer werden in durch dieses Projekt gestärkt. 

WILMA auf der Bildungslandkarte

© Laurent Ziegler
Menschen beim Tanzen © Laurent Ziegler

Youth Dance Company – Tanz die Toleranz

Die „Youth Dance Company“ ist ein Projekt der Caritas Wien und richtet sich an Jugendliche mit Migrations- und Fluchthintergrund, die in der Company in ihrem Werdegang gefördert werden sollen. Mit Hilfe künstlerischer Impulse lernen sie, ihre Potentiale zu entdecken und auszuschöpfen. Sie lernen, sich abseits vom gesprochenen Wort auch körperlich auszudrücken und erfahren Anerkennung wie auch Wertschätzung. Die „Youth Dance Company“ soll 2020 mit ihrer ersten erarbeiteten Choreografie europaweite Gastspiele absolvieren und als Botschafterin für gesellschaftlichen Zusammenhalt, Chancengerechtigkeit und Diversität fungieren. Die TänzerInnen sollen andere Jugendliche motivieren, das eigene Leben in die Hand zu nehmen auf einer Instagram Seite ihr Erfahrungen, Proben und Performances mit anderen jungen Menschen teilen und austauschen. 

Youth Dance Company auf der Bildungslandkarte 

© Amt d. NÖ LReg-RU3
Gruppenfoto © Amt d. NÖ LReg-RU3

17 und wir

Mit dem Projekt der NÖ Landesregierung, Abteilung Umwelt- und Energiewirtschaft, Bereich Umweltprojekte, wurden die 17 globalen Ziele in Niederösterreich sichtbar gemacht. Gemeinden, Bildungseinrichtungen, Unternehmen und private Initiativen wurden eingeladen, ihre entsprechenden Aktivitäten in einem Wettbewerb zu präsentieren, wovon 17 „Wegweiser“ in Richtung  SDGs ausgewählt und in einer öffentlichkeitswirksamen Tour mit vielfältigen Events ausgezeichnet wurden. Dieses Projekt ist ein erster Anker für die SDGs und zeigt, dass viele Aktivitäten auf lokaler Ebene auf die globalen Ziele wirken. 

17 und wir auf der Bildungslandkarte

@ apparat lux
Der essbare Garten mit Menschen @ apparat lux

Essbare Stadt Dornbirn

„Günther – Verein für anders als bisher“ initiierte den Pilotgarten der Essbaren Stadt Dornbirn, welcher sich mitten im Stadtkern befindet. In Kooperation mit der Stadt Dornbirn und verschiedensten Institutionen und Bildungseinrichtungen wurde ein biologisch bewirtschafteter Garten, der zum Mitmachen für Alle einlädt, angelegt. Die ökologische Bewirtschaftung des Gartens und Thematisierung diverser ökologisch-nachhaltiger Themen (wie Müllvermeidung, Umgang mit Natur und Boden, Kompostierung und Saatgutvermehrung) tragen zur Förderung nachhaltiger Entwicklung auf lokaler Ebene bei. 

Essbare Stadt Dornbirn auf der Bildungslandkarte

© Victoria Kucharzyk
Gruppenfoto © Victoria Kucharzyk

Zukunftskarawane

Das Projekt Zukunftskarawane der Organisation „Oikodrom – The Vienna Institute for Urban Sustainability“ lädt BewohnerInnen von fünf niederösterreichischen und steirischen Gemeinden zum Dialog über die Nachhaltigen Entwicklungsziele ein. Künstlerische Kleinprojekte, die von Studierenden interdisziplinär entwickelt und in den Gemeinden umgesetzt werden, lassen neue Zukunftsideen entstehen und vernetzen die Regionen miteinander. Zentral ist hierbei die Einbindung und Vernetzung von Initiativen, die lokal schon zu Normalität geworden sind. Die Zukunftskarawane erkennt nachhaltige Entwicklung in ihrer Komplexität und Vielschichtigkeit und schafft Möglichkeitsräume an der Schnittstelle von lokal und global. 

Zukunftskarawane auf der Bildungslandkarte 

 

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Film: Von der Bildungsdekade zum Weltaktionsprogramm