Auszeichnung 2018

Bei der Veranstaltung "Ausgezeichnet! Lernen für die Zukunft" wurden alle im Rahmen des Weltaktionsprogramms ausgezeichneten Projekte gesammelt der Öffentlichkeit präsentiert. Die Auszeichnung "Bildung für nachhaltige Entwicklung – BEST OF AUSTRIA" wurde im feierlichen Ambiente vom Bundesministerium für Nachhaltigkeit und Tourismus in Kooperation mit dem Land Steiermark verliehen.

© TU Wien / Ekaterina Winter
Bildungsraum Stadt © TU Wien / Ekaterina Winter

Bildungsraum Stadt: Bildung nachhaltiger Entwicklung im Stadtteil am Beispiel Nordbahnviertel

Das Konzeptmodul „Bildungsraum Stadt“ stellt ein studienrichtungsübergreifendes Master-Lehrangebot an der Fakultät für Architektur und Raumplanung der Technischen Universität Wien dar. Im Modul werden gesellschaftspolitische und konzeptionelle Zusammenhänge kommunaler Bildungslandschaften analysiert und mit Ansätzen transformativer Wissenschaften und partizipativer Forschung verknüpft. Das Lehrmodul gibt den Studierenden die Möglichkeit, das Leitbild der nachhaltigen Entwicklung im Bildungskontext am Fallbeispiel eines konkreten städtischen Entwicklungsgebietes zu reflektieren und zukunftsfähige Lösungen zu skizzieren

Bildungsraum Stadt auf der Bildungslandkarte

© PH Steiermark
Gruppenfoto © PH Steiermark

Ausbildungsschwerpunkt mutig&fair

Der Ausbildungsschwerpunkt „mutig&fair – Bildung für die Weltgesellschaft“ richtet sich an angehende VolksschullehrerInnen an der Pädagogischen Hochschule Steiermark. In drei Semestern wird am Aufbau von Haltungen und Einstellungen sowie am Erwerb von Wissen und Kompetenzen zu Themen der Politischen Bildung gearbeitet. Die Grundlage bilden dabei die Lehrinhalte Menschenrechte, Menschenrechtsbildung, Wertebildung sowie Konzepte der Weltgesellschaft. Im Sinne globaler Verantwortung gelangen zentrale Dimensionen von Globalisierungsprozessen, sowie deren Auswirkungen ins Bewusstsein.

mutig&fair auf der Bildungslandkarte

© BFW Wörgl
Tanz gegen Gewalt © Bundesfachschule für wirtschaftliche Berufe Wörgl

Eine ganze Schule tanzt gegen Gewalt

Die Veranstaltung „Eine ganze Schule tanzt gegen Gewalt“ wollte in erster Linie Aufmerksamkeit für das Thema Gewalt erregen. Dieses Projekt sollte zum einen informativ sein und zum anderen sollte es dazu beitragen, dass die Betroffenen sich nicht mehr alleine gelassen fühlten und sich jemandem anvertrauten. Diese Veranstaltung stand dafür, dass niemand alleine war. Da die Frauen eine Gemeinschaft sind, helfen sie sich gegenseitig. Dies sollte auch die Choreografie von dem Tanz „Break the Chain“ ausdrücken. Ziel war eine Sensibilisierung zum Thema Gewalt gegen Frauen.

© Naturpark Sparbach / Susanne Käfer
Smartphone mit App © Naturpark Sparbach / Susanne Käfer

Naturpark Audio Guide

Der Naturpark Sparbach geht mit seinem Audio Guide einen neuen Weg im Vermitteln von Naturschutzthemen. Als Tool aus Museen sind Audio Guides bekannt, einen Naturpark damit zu „bespielen“ stellt einen neuen und innovativen Ansatz im Bildungsbereich dar. Die Gestaltung eines Audio Guides mit dem Schwerpunkt auf Naturschutzthemen, eingebettet in die Geschichte des Naturparks, ist ein innovativer Weg den Gästen den Naturpark näherzubringen. Damit sollen die BesucherInnen eine Möglichkeit erhalten, beim Besuch des Naturparks Sparbach, die aus Naturschutzsicht und dem Biodiversitätsgedanken geleiteten Besonderheiten des Naturparks besser kennenzulernen.

© Wilfried Weigend
Lernende in Action © Wilfried Weigend

Green Village

Green Village, ein Energiedorf zum Angreifen – eine Ausbildungs-Partnerschaft zwischen Schule und Wirtschaft im Bereich Erneuerbarer Energie. Der Aufbau des Green Village erfolgte durch die Werkstättenlehrer gemeinsam mit den SchülerInnen. Über 120 Partnerfirmen unterstützten das Projekt kostenlos mit ihren Produkten und Dienstleistungen. Beispielgebend bei diesem Projekt war auch die Zusammenarbeit mit der HTBLVA Ortweinschule (Hoch- und Tiefbau) im Bereich Innenausbau der Container. Beide Schulen arbeiten gemeinsam an der Initiative „Energiewende“. Die SchülerInnen wurden von Beginn an aktiv und gleichberechtigt in das Projekt eingebunden. Gemeinsam mit den Werkstättenlehrern wurden die Planunterlagen erstellt und die bereitgestellten Betriebsmittel und Materialien verbaut.

© Reggio ChildrenItalien
Atelier-Schule © Reggio ChildrenItalien

Atelier Schule

Die Atelier Schule ist ein Kooperations- und Gemeinschaftsprojekt mit fließendem Bildungsübergang für Kinder im Alter von 4 bis 10 Jahren, bei dem Bildung und Kunst interdisziplinär vereint werden. Kooperation, Partizipation, Begabungen, Kreativität, Gleichberechtigung, Nachhaltigkeit und Kunst sind zentrale Prinzipien der Atelier Schule vor dem Hintergrund der Philosophie, den Prinzipien und der Methode der Reggio- Pädagogik. Reggio-Pädagogik stärkt den angeborenen Forschergeist, die individuellen Fähigkeiten und vielfältigen Bildungspotenziale der Kinder nachhaltig und gesteht jedem Kind die Gestaltung der eigenen Lebenswirklichkeit durch differenzierte Wahrnehmungs-, Ausdrucksmöglichkeiten und künstlerische Tätigkeiten zu.

Atelier Schule in der Bildungslandkarte

© Institut für Persönlichkeitsentwicklung und Sozialkompetenz
Kind © IPS - Institut für Persönlichkeitsentwicklung und Sozialkompetenz

Diplomierte Kindergruppenbegtreuungsperson & Tageseltern + NUEP

Der Diplomlehrgang zur/m Kindergruppenbetreuungsperson & Tagesmutter / Tagesvater wurde mit dem Einführungsmodul NUEP (Natur-, Umwelt-und Erlebnispädagogik) ergänzt. Naturpädagogik versteht Bildung als einen ganzheitlichen Vorgang. Neben spielerischem und forschendem Erkunden stehen die sinnliche Wahrnehmung, das kreative Gestalten, konkrete Zugänge und das Experimentieren im Vordergrund. Die LehrgangsteilnehmerInnen erarbeiten anhand der theoretischen Ausbildung und ihren Handmappen in den drei behördlich vorgeschriebenen Praktika nachhaltige Bildungsangebote. So lernen sie sofort in der Praxis und bekommen in den Praktikumsbetrieben Rückmeldung vom Personal und den Kindern.

Diplomierte Kindergruppenbegtreuungsperson & Tageseltern + NUEP in der Bildungslandkarte

© Botanischer Garten der Universität Wien
Mitarbeiter © Botanischer Garten der Universität Wien

Grüne Schule

Die Grüne Schule im Botanischen Garten der Universität Wien bietet seit über 25 Jahren eine Vielzahl von Führungen und Workshops für Zielgruppen aller sozialen Schichten und Altersgruppen an, besonders aber für Schulkinder und Hortgruppen. Als außerschulischer Lernort beherbergt der Garten auf 8 Hektar heimische und exotische Pflanzenarten. Darüber hinaus dient er den unterschiedlichsten Tieren, von Schmetterlingen über Igel bis zu Äskulapnattern, als Lebensraum. Die Schwerpunkte der Vermittlungsaktivitäten bilden das forschende und entdeckende Lernen sowie das unmittelbare Naturerleben. Zu den Themen zählen Blütenbiologie, Drogen-, Gift- und Heilpflanzen, lebende Fossilien, Tiere im Garten und vieles mehr.

Grüne Schule auf der Bildungslandkarte

© UBZ Steiermark
Workshopsetting © UBZ Steiermark

Meine Welt und die 17 globalen Nachhaltigkeitsziele

Im Rahmen des Projekts werden die 17 globalen Nachhaltigkeitsziele (Sustainable Development Goals, „SDGs“) in den Mittelpunkt gestellt. Um die SDGs bis 2030 zu erreichen und somit eine nachhaltige Entwicklung auf sozialer, ökologischer und wirtschaftlicher Ebene weltweit zu gewährleisten, ist es notwendig, so viele Menschen wie möglich zu erreichen und sie zu motivieren, sich zu beteiligen. Projektziel ist es daher, bereits ab der 3. Schulstufe bei Schulaktionstagen in der Steiermark SchülerInnen die Ziele vorzustellen und sie dafür zu sensibilisieren, dass diese mit ihrer persönlichen Zukunft zu tun haben.

Meine Welt und die 17 globalen Nachhaltigkeitsziele in der Bildungslandkarte

© Elke Szalai
Schüler im Tun © Elke Szalai

SDG goes 4.0 – ein digitales Logbuch für Jugendliche

Das Projekt entstand aus einer langjährigen Kooperation zum Thema Umwelt und Nachhaltigkeit mit der HTL Wiener Neustadt. Die konkrete inhaltliche und methodische Auswahl erfolgte aufbauend auf das Umweltbildungswissen der Projektleiterin Elke Szalai und deren Wissen zum Einsatz von digitalen Tools in der Umweltbildung. Der Ansatzpunkt war, die Möglichkeit vier SDGs entsprechend den Ausbildungszweigen der HTL Wiener Neustadt für die Bearbeitung zu wählen. Die Ideenfindung wurde kooperativ und abgestimmt auf inhaltliche und organisatorische Möglichkeiten aller Beteiligten gemacht.

SDG goes 4.0 in der Bildungslandkarte

© FH Joanneum
YoungTechForFood © FH Joanneum

YoungTECHforFOOD

Die für Ernährungskompetenz nötigen theoretischen und praktischen Kenntnisse im Umgang mit Lebensmitteln sind rückläufig, vor allem bei jungen Menschen. In der VerbraucherInnenbildung sind daher neue Ansätze gefragt. Der Lebensmittelsektor als einer der größten Arbeitgeber Österreichs hat zudem Bedarf an interdisziplinär und technologisch kompetenten Arbeitskräften. Die am Projekt beteiligten 16- bis 19-jährigen SchülerInnen der Höheren Lehranstalt für Landwirtschaft und Ernährung Graz-Eggenberg und der HTL-BULME Graz-Gösting durchleuchten mit aktivierenden Methoden ihren Ernährungsalltag und entwickeln Ideen für innovative Lebensmittelprodukte.

YoungTECHforFOOD in der Bildungslandkarte

© Institut für Nachhaltigkeitsmanagement / WU Wien
Moderatoren © Institut für Nachhaltigkeitsmanagement / WU Wien

Humor und Nachhaltigkeit

Das Projekt „Humor und Nachhaltigkeit“ nützt verschiedene Arten des Humors für die didaktische Aufbereitung von Themen der nachhaltigen Entwicklung. Es findet im Rahmen der Lehrveranstaltung „Nachhaltige Entwicklung“ im Masterprogramm Management der Wirtschaftsuniversität Wien statt. Im Rahmen des Projekts erstellten Studierende Skripte für Videos im Stil einer Late-Night-Show. Heuer wurden die Themenbereiche Elektromobilität, Fast Fashion, Bienensterben, Tourismus und Sharing Economy für Jugendliche humorvoll, aber gleichzeitig wissenschaftlich korrekt aufgearbeitet. Die Skripte werden verfilmt und anschließend online zur Verfügung gestellt.

© Lebensart Verlag
Im Gespräch © Lebensart Verlag

LEBENSART für MIGRANTiNNEN

Ziel des Projekts ist es, MigrantInnen durch ein sehr niederschwelliges Informationsangebot zu unterstützen, damit sie so rasch als möglich Teil unserer Gesellschaft werden können. Das Informationsangebot holt MigrantInnen bei ihren Herausforderungen und Problemstellungen ab und bietet Lösungsansätze. Grundsatz dafür: Die MigrantInnen sollen selbst aktiv werden und Hilfe zur Selbsthilfe bieten. Die Information erfolgt in deutscher Sprache, damit MigrantInnen die Sprache lernen. Das Projekt thematisiert die Themen der MigrantInnen und setzt diese im Dialog mit ihnen in Bezug zu nachhaltigen Themen (Geschlechtergerechtigkeit, verantwortungsvoller Umgang mit Ressourcen usw.).

LEBENSART für MIGRANTiNNEN in der Bildungslandkarte

© Gesunde Gemeinde Waidhofen
Naturvermittlung © Gesunde Gemeinde Waidhofen

botanische Begegnungszonen - Natur verbindet

In der Stadt Waidhofen wurden von der Gesunden Gemeinde Waidhofen an der Thaya „botanische Begegnungszonen“ geschaffen, welche sich frei zugänglich befinden. Es wurden Hochbeete, Obstbäume und Naschhecken in Schulnähe errichtet. Die engagierten Lehrkräfte der PTS – Schule für Technik und Wirtschaft, des Bundesgymnasiums/Bundesrealgymnasiums und der Volksschule bepflanzen und betreuen mit ihren SchülerInnen die Hochbeete. Das Obst, Gemüse und die Kräuter werden von den SchülerInnen sowie der Bevölkerung geerntet. In diesen Begegnungszonen treffen Jung und Alt aufeinander und tauschen sich über Anbau, Aufzucht, Ernte, Verwendung und Verarbeitung des Obst- und Gemüses aus. Es werden hierbei Brücken zwischen den Generationen gebildet.

botanische Begegnungszonen in der Bildungslandkarte

© Elisabeth Nussbaumer
Mitarbeiterin © Elisabeth Nussbaumer

Nachhaltig im Burgenland

Wer im Burgenland nachhaltig leben will, findet auf der Informationsdrehscheibe „Nachhaltig im Burgenland“ Wissenswertes zu passenden Ab-Hof-Läden, Kaufhäusern, Vereinen, Initiativen sowie Freizeit- und Weiterbildungsmöglichkeiten. „Nachhaltig im Burgenland“ will Lust auf ein nachhaltiges Leben und Wirken machen und aufzeigen wie leicht es sein kann, Nachhaltigkeit auch praktisch umzusetzen. Zudem soll Verständnis für die Zusammenhänge zwischen der modernen Lebensweise und den damit verbundenen Auswirkungen auf Natur, Menschen und den gesamten Planeten geschaffen werden. Dazu werden auf der Informationsplattform sämtliche nachhaltige Einkaufsmöglichkeiten, Initiativen, Events und Veranstaltungen, Freizeitmöglichkeiten und aktuelle Tipps zum Reparieren, Wiederverwerten und Recyceln sowie Lern- und Bildungsangebote aufgelistet.

BILDUNG FÜR NACHHALTIGE ENTWICKLUNG – BEST OF AUSTRIA
Die eingereichten Projekte 2018
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